Die Warnsdorff RegelAnfang des 19. Jh. Wurde eine praktische Methode entwickelt, das Rösselsprung-Problem zu lösen: H.C. Warnsdorff, „Des Rösselsprungs einfachste und allgemeinste Lösung" (Schmalkalden, 1823).Ziel der Methode ist es, Sackgassen zu vermeiden. Hierzu werden die Felder, die der Springer als nächstes besuchen kann, vor jedem Zug untersucht. Man zählt die Anzahl der Möglichkeiten pro Feld und zieht dann zu dem Feld mit der geringsten Anzahl neuer Zug-Möglichkeiten (Beispiel 1). Die Warnsdorff Regel ist heuristisch. Theoretische Betrachtet gibt es dagegen Einwände (2), aber bei einem 8*8 Feld arbeitet sie hervorragend. |
2. Die Warnsdorff Regel findet Lösungen, aber nicht alle möglichen Lösungen (man kann Züge machen, die die Regel verletzen und doch eine vollständige Tour bekommen). Die Regel besitzt einen Hauch von Beliebigkeit, da es häufig zu einer Wahl zwischen gleichen Alternativen kommt. Auf wirklichen großen Feldern lässt sich die Regel kaum anwenden. Warnsdorff hatte wohl kaum die Möglichkeit, dies zu erforschen, aber Arnd Roth vom Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung veröffentlichte eine entsprechende Untersuchung in "The Problem of the Knight".
3. More about the heuristic nature of Warnsdorff's rule and
its performance could be found at
Efficiency of Warnsdorff's rule.
(leider nur in Englisch)
Übersetzung: Clemens Heine
| 01 11 29 | Visitors:
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